Multiphonics Festival

Sonntag, 07. Oktober 2018

-Photo: ©multiphonics-festival.com-

 

Die Termine im Rahmen des Festivals für die brotfabrik Frankfurt (auch als Veranstalter) sind:

27. September, 20.00 Uhr: hr-Bigband feat. Gianluigi Trovesi und Ensemble FisFüz feat. Jean-Louis Matinier & Arkady Shilkloper

Doppelkonzert (findet in der Alten Schlosserei Offenbach statt!)

Bereits 2015 war das Multiphonics Festival mit einem hochklassigen Konzertprogramm in Offenbach zu Gast, als das weltbekannte Taksim Trio einen ausverkauften Auftritt auf dem Werksgelände der EVO hatte. Dieses Jahr gibt die international bekannte hr-Bigband ein seltenes Gastspiel auf Offenbacher Boden – und dies auch noch mit einer Premiere: Erstmals trifft hier eine der weltbesten Formationen ihrer Art auf den Großmeister des italienischen Jazz, Gianluigi Trovesi, und gibt mit ihm sein gefeiertes Programm „Dedalo“ zum besten. Die hr-Bigband taucht gemeinsam mit Trovesi erstmals in seine musikalische Welt ein und zelebriert seine erfrischende Verschmelzung aus Jazz und verschiedensten klassischen und populären Musikstilen Europas.

 

29. September, 20.00 Uhr: ERIC SCHAEFER: „Kyoto Mon Amour“ / Deutschland/Japan

Mit „Kyoto Mon Amour“ wagt der Schlagzeuger und Komponist Eric Schaefer den Brückenschlag zwischen westlicher und japanischer Musik. Der Grundstein zu diesem Projekt wurde 2012 bei einem dreimonatigen Studienaufenthalt Schaefers in der alten Kaiserstadt Kyoto gelegt. Dort sammelte er reichhaltige Eindrücke, die sich in Klangideen und Kompositionen niederschlugen. Was schließlich noch fehlte, waren die richtigen Begleiter. Schaefer: „Als ich Kazutoki Umezu in einer Radiosendung mit seiner Klarinette hörte, wusste ich, dass dies der Klang war, den ich suchte: weich, biegsam wie Bambus und dennoch durchdringend und klar. Unbedingt wollte ich Naoko Kikuchi dabei haben, denn sie ist zum einen tief verwurzelt in der japanischen Koto-Tradition, zum anderen zog sie vor acht Jahren nach Deutschland, um beim Ensemble Modern zeitgenössische europäische Kunstmusik zu spielen. Auch John Eckhardt, mit dem ich schon seit Jahren zusammenspiele, ist in der Neuen Musik zu Hause. Durch sein erdverbundenes und farbenreiches Spiel verschmelzen die Elemente aus Kammermusik, traditioneller Musik und Jazz. Die musikalische Offenheit und das Interesse an der jeweils anderen Kultur ist das Spannende an dieser Band.“

Musik, die von japanischen wie europäischen Blickwinkeln aus improvisiert wird, und doch etwas ganz Neues ergibt: etwas absolut Faszinierendes, zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Bekanntem und Ungehörtem, zwischen Schlichtheit und Reichtum.

 

2. Oktober, 20.00 Uhr: ANAT COHEN & TRIO BRASILEIRO und TRIO CORRENTEZA/ Israel/USA/Brasilien/Italien

Doppelkonzert

Anat Cohen zählt zweifellos zu den interessantesten Klarinettistinnen im zeitgenössischen Jazz, sie verfügt über eine einzigartige Virtuosität. Der legendäre Paquito d´Rivera bezeichnet sie sogar als „eine der Besten, die dieses Instrument je spielten“. Sie konzertiert weltweit auf Festivals, gewann zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Seit ihren ersten Brasilien-Reisen in den 1990er Jahren hat sie eine starke Verbindung zu Land und Leuten. Die Interpretation des brasilianischen Choro ist heute für sie fast ebenso wichtig wie ihre Beschäftigung mit amerikanischem Modern Jazz.

Das 2011 gegründete Trio Brasileiro widmet sich ebenfalls dem Choro. Mit verblüffender Virtuosität und bemerkenswerter Musikalität bringt das Trio einen unverwechselbar subtilen und unwiderstehlich groovigen Sound hervor. Tiefe musikalische Schönheit zeigt sich in den traditionellen Stücken wie auch in den Eigenko

mpositionen des Trios, modernen Reflektionen des Choro. Der gefeierte Gitarrist Douglas Lora, der brasilianische Mandolinenvirtuose Dudu Maia und der faszinierende Perkussionist Alexandre Lora leben in Brasilien und tourten mit überwältigendem Erfolg durch die USA.

„Agreste“ ist das aktuelle Album des Trio Correnteza. Darin begeben sich die Musiker auf die Suche nach der ländlichen Seele Brasiliens. Die musikalische Route führt durch das riesige Land und weiter in die italienische Heimat der drei, durch die Berge von Mittelitalien bis nach Sardinien. Das Trio Correnteza setzt sich mit populärem Material auseinander, Klangschönheit und Texte stehen gleichermaßen im Mittelpunkt. Gleichzeitig zelebrieren sie die improvisatorische Freiheit und den Dialog. Die Musik stammt von dem italienischen Klarinettisten Gabriele Mirabassi, der sich sowohl in der klassischen Musik als auch im Jazz souverän bewegt, und sich in den letzten Jahren intensiv mit der südamerikanischen Popmusik beschäftigt hat. Die italienische Sängerin Cristina Renzetti gilt aufgrund ihrer langen musikalischen und beruflichen Erfahrung in Rio de Janeiro heute als eine der profiliertesten Interpretinnen des brasilianischen Repertoires in Italien. Roberto Taufic, brasilianischer Gitarrist und Komponist, lebt in Brasilien und Italien und hat mit zahlreichen international renommierten Künstlern zusammengearbeitet.

Weitere Termine und Infos bietet die offizielle Homepage.

Zitat

"Kultur ist nicht Luxus für wenige, sondern Lebenselixier für alle!"

Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Regierungserklärung am 4.2.2014

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