Hier finden sich Informationen aus, um und über Kulturpolitik & -praxis

  • Mittwoch, 27. Januar 2016

    Diskussionsrunde: Kassel im Spannungsfeld zwischen Prunkpalästen & Kulturruinen

    Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Kasseler Kommunalpolitik diskutiert das „Bündnis Kommunal Kassel“ Forderungen, die sich aus der oft schwierigen Praxis und aus dem Umfeld der Bündnis-Akteurinnen und -akteure ergeben.

    Gut finanzierte Sozial- und Kulturinfrastruktur sowie gestärkte Kulturorte, z.B.: Salzmann, Henschel-Gelände, sind unabdingbar für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung und für eine mögliche Kulturhauptstadt Europas.

    Freie Träger, Projekte, Initiativen, Jugendverbände und -vereine im Bereich Jugend, Bildung, Kunst, Freizeitsport und Jugendkultur sind wesentliche Bestandteile der Kasseler Kulturlandschaft. Sie bereichern das Leben ALLER Menschen in der Region auf vielfältige Weise und tragen zur Entwicklung einer lebenswerten und gestaltbaren Kommune bei.

    Im Rahmen der anstehenden Kommunalwahl 2016 in Hessen schlossen sich einige dieser Akteure zu dem offenen “Bündnis Kommunal Kassel” zusammen. Ziel ist es, unabhängig von Parteipolitik Visionen zu entwickeln, wie die lebendige, junge Kulturlandschaft erhalten und ausgebaut werden kann. Die daraus resultierenden Forderungen richten wir an die Kasseler Parteien und laden die Stadtöffentlichkeit ein, diese zu diskutieren.

    Wann? Mittwoch, 27.01.2016, 17.30Uhr-20Uhr
    Wo? Offener Kanal Kassel, Rainer-Dierichs-Platz 1, 34117 Kassel

    Veranstalter: Bündnis Kommunal Kassel, Recht auf Stadt Kassel, Kasseler Jugendring e.V., Klang Keller e.V., Kulturfabrik Salzmann e.V., Mr. Wilson / Kesselschmiede e.V., Die Kopiloten e.V. – Politische Bildung im kommunalen Raum

    Weitere Infos unter:https://buendniskommunalkassel.wordpress.com

  • Mittwoch, 27. Januar 2016

    Präsentation: 5. Hessischer Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht

    Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir stellt am 27. Januar 2016 den 5. Hessischen Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht vor und diskutiert mit Daniela Matha (OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft), Daniel Putsche (Candylabs GmbH) und Marcus Naumann (Razorfish GmbH) die Perspektiven des Kreativstandortes Hessen.

    Schwerpunkt des Berichts sind die Entwicklung der Branche seit 2009 sowie Netzwerk- und Förderangebote für die Kreativwirtschaft auf Kommunal-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

    Mittwoch, 27. Januar 2016, 19.00 - 21.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)
    Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main

    Eine Veranstaltung der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft (Hessen Agentur) im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

    Weitere Informationen & Programm unter:
    www.kreativwirtschaft-hessen.de/kernthemen/projekte-profile/projekte/kreativwirtschaftsbericht/

  • Mittwoch, 27. Januar 2016

    Flüchtlinge & Aufnahmegesellschaft im Fokus: Fonds Soziokultur vergibt 525.000 Euro Fördermittel an 68 Kulturprojekte

    Auf seiner Vergabesitzung für das erste Halbjahr 2016 hatte das Kuratorium des Fonds Soziokultur erneut die Qual der Wahl. Es galt, aus insgesamt 373 vorliegenden Anträgen, davon rund ein Drittel dem Thema »Flucht und Flüchtlinge« gewidmet, die besten auszuwählen. Positiv beschieden wurden schließlich 68 Modellvorhaben mit einer Fördersumme von rund 525.000 Euro. Darunter waren wiederum 29 Projekte, also über 40 %, die das Verhältnis von Einheimischen und Geflüchteten mit künstlerischen Mitteln thematisieren.

    Auf die Suche nach dem „Geschmack der Heimat“ begibt sich z.B. der Kulturverein Päwesin bei Brandenburg. Eine Volksküche, eine Theaterperformance und ein Chor bringen Einheimische und Flüchtlinge mit ihren jeweils national gefärbten Eigenarten zusammen: beim Kochen, beim Theater spielen und beim Singen. In „Heimaten – eine aktionistische Recherche“ von label m, der Werkstatt für Jugendkultur aus Saarbrücken, drehen Jugendliche mit Migrationshintergrund einen biografisch gefärbten Dokumentarfilm zum aktuellen Fluchtgeschehen und verknüpfen diesen mit der Frage nach den Menschenrechten. Die „Odyssee.16“ der Tuchfabrik Trier versammelt schließlich junge AsylbewerberInnen im Theater, um gemeinsam mit ortansässigen Handwerkern ihre Fluchtgeschichten in Bühnenbilder umzusetzen und dabei erste Perspektiven einer möglichen Ausbildung aufzuzeigen.

    „Das Kuratorium des Fonds Soziokultur konnte erneut ein überzeugendes Förderergebnis präsentieren“, meint resümierend der Geschäftsführer des Fonds, Dr. Norbert Sievers. Für ihn ist es auch kein Zufall, dass dabei Projekte zur Flüchtlingsproblematik einen thematischen Schwerpunkt bilden. „Soziokultur erleichtert das Ankommen in einer fremden Gesellschaft. Indem sie die Lebenswirklichkeit der Menschen in die Kulturarbeit einbezieht, befördert sie Kommunikation, Austausch und sozialen Zusammenhang.“

    Soziokultur reagiert indes nicht nur auf gesellschaftliche Problemlagen, sondern ist auch praktizierte Lebenslust, Stachel im Fleisch des Alltags mit seinen Routinen und unhinterfragten Wahrheiten. So gehören zu den geförderten Projekten auch die „Humor-Helden der Heimat“ des Jugend-Kulturzentrums Bollwerk 17 in Moers. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Internationalen ComedyArts Festivals wird die stadthistorische Ausstellung im Schloss mit zahlreichen „Fake-Installationen“ angereichert, um so die Moerser Kulturlandschaft auf selbstironische Weise zu spiegeln.

    Der Fonds Soziokultur ist ein gemeinnütziger Verein, dem sieben Bundesverbände aus der soziokulturellen Arbeit angehören. Seit 1988 fördert er Projekte, in denen Menschen zur aktiven Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermutigt werden. Die Projekte sollen Modellcharakter haben und für andere soziokulturelle Initiativen und Einrichtungen qualitative Maßstäbe setzen. Die Haushaltsmittel werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bereitgestellt.

    Im März dieses Jahres gibt es eine neue Chance für Aktive in der Soziokultur: Dann schreibt der Fonds die Mittel für Projekte aus, die im zweiten Halbjahr 2016 beginnen oder realisiert werden.

    Stichtag zur Abgabe der Anträge ist der 2. Mai 2016, die Projekte dürfen nicht vor Mitte Juli 2016 beginnen.

    Nähere Infos unter www.fonds-soziokultur.de

  • Mittwoch, 13. Januar 2016

    Das Kulturpolitische Forum Kassel

    Das KulturNetz initiierte in den letzten Jahren regelmäßig öffentliche Veranstaltungen zu relevanten Themen der Kasseler Kultur- und Stadtentwicklungspolitik. Im Jahr 2011 wurde die Idee geboren, diesen öffentlichen Diskurs mit der Etablierung von Kulturpolitischen Foren zu strukturieren. Kontinuierlich werden Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Stadtkultur vorbereitet und damit ein Podium geschaffen für den öffentlichen parteiübergreifenden Diskurs.

    Am 11. Mai 2012 fand das erste Kulturpolitische Forum des KulturNetzes unter dem Thema „Aktuelle Projekte der kulturellen Stadtentwicklung“ statt. Gäste waren Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen sowie Stadtbaurat Chistof Nolda. Bei der zweiten Veranstaltung stand das Thema „Ein documenta-Zentrum für die documenta-Stadt“ auf der Tagesordnung. Auf dem Podium diskutierten Ministerin Eva Kühne-Hörmann, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Prof. Joel Baumann (Kunsthochschule Kassel), Dr. Claudia Jolles (European Art Net, Zürich) und Dirk Schwarze (documenta forum) unter der fachkundigen Moderation von Petra Nagel.

    Wenn Sie sich an der Planung und Durchführung der kulturpolitischen Foren beteiligen wollen, sind Sie herzlich eingeladen. Kontakt: Eveline Valtink (eveline.valtink@remove-this.arcor.de) und KulturNetz e. V. (info@remove-this.kulturnetz-kassel.de).