Publikationen

  • Mittwoch, 07. Januar 2015

    SOZIOkultur 4-2015 zum Thema "Generation 60plus" erschienen

    Noch nie waren ältere Menschen so aktiv und so mobil wie heute. Auch aus der (sozio-) kulturellen Landschaft sind sie als agile Akteure und kundiges Publikum nicht wegzudenken. Wie das konkret aussieht, zeigt die aktuelle Ausgabe der SOZIOkultur.

    In der Tanz- und Theaterwerkstatt (TTW) Ludwigsburg ist die Arbeit mit Älteren fester Bestandteil. Mit dem Altentanztheater Zartbitter hat sie seit fünf Jahren ein festes Ensemble aufgebaut. Jährlich findet das Festival „VielFalten – Kulturelle Bildung im Alter“ statt. Hinzu kommen Workshops, Kurse und generationsübergreifende Angebote.

    So wie die TTW arbeiten viele soziokulturelle Zentren: Erfahrungen in der interkulturellen Kulturarbeit mit Älteren schildert Robert Hillmanns vom zakk, Düsseldorf. Ein Projekt, in dem sich Jüngere und Ältere „ihre Welt bauen“ und ausloten, welche Bedeutung Freundschaften für sie haben, beschreibt Franziska Barth von ars popularis aus dem thüringischen Reichenbach. Dass sich Jüngere immer wieder von ihrem Elan anstecken lassen, berichten Mechthild und Joachim von Levetzow vom Kulturförderverein Lelkendorf in Mecklenburg. Und das biografische Projekt „My Third Life“ des Berliner Vereins Erzählstation bringt Anna, eine 75-jährige Teilnehmerin, auf den Punkt: „Ein seltenes Geschenk – so gehört und gesehen zu werden.“

    Ein relativ neues Berufsfeld ist die Kunstgeragogik, die künstlerische Arbeit mit Älteren. Dr. Sabine Baumann informiert über die berufsbegleitende Qualifizierung „Kunstgeragogik – Kulturelle Bildung für Ältere“ an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Von „Long Live Arts“, dem internationalen Expert/-innentreffen zur kulturgeragogischen Aus- und Weiterbildung in der Akademie Remscheid, berichtet Almut Fricke, Leiterin des nordrhein-westfälischen Kompetenzzentrums für Kultur und Bildung im Alter kubia.

    Über diese und viele weitere Themen lesen sie in der aktuellen SOZIOkultur Ausgabe. Weitere Informationen auf www.soziokultur.de , eine Onlineversion findet sich hier.

  • Dienstag, 06. Januar 2015

    Kompass N SOZIOkultur 4-2014 zum Thema Nachhaltigkeit ist erschienen

    Noch immer wird Nachhaltigkeit vor allem in Bezug auf die globalen ökologischen Herausforde-rungen debattiert. Doch längst ist das Thema auch in Kunst und (Sozio-) Kultur Ausschlag gebend. „Denn die Lösung unserer großen Probleme ist eine Frage der Praxis. […] Für die Lösung dieser praktischen Fragen ist Soziokultur unendlich viel wichtiger, als das allgemein angenommen wird. Praxis ist immer konkret. Man muss sich im Konkreten auskennen, wenn man praktisch etwas bewirken will. Das tut die Soziokultur.“ (Edda Rydzy) Wie sie das tut, zeigt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift SOZIOkultur.

    Zum Beispiel an Frauke Hehl. Sie hatte schon als sehr kleines Kind das Gefühl, vieles in unserer Gesellschaft sei nicht gut organisiert und müsse anders gemacht werden. Heute teilt sie und tauscht, betrachtet und reflektiert, minimiert Privateigentum, verbraucht wenig Ressourcen. Und initiiert aus dieser Praxis heraus vielfältige Projekte.

    Ein zehn Meter hoher Weidendom im thüringischen Auerstedt ist zum Zeichen für das Zusammen¬spiel von Mensch, Natur und Architektur geworden. Er bildet den Raum für das jährliche Auerworld Festival und ist gleichzeitig Symbol für die Programmatik des Vereins. Gleichgewicht und Respekt, Transparenz und Fairness sind Prinzipien seiner Arbeit im Umgang mit der lebendigen Natur.

    Die Kunstprojekte von Samuel J. Fleiner führen Nachhaltigkeit in ihrer ganzen Vielfalt vor Augen. Schutz der natürlichen Ressourcen, Reduktion der Treibhausgase, Abbau sozialer Diskriminierung und Achtung der Menschenwürde: Abstrakte Zusammenhänge werden konkret erlebbar.

    Auf der Suche nach zukunftsfähigen Konzepten sind diese und viele andere Akteure bereit, eigene Ansprüche zu hinterfragen und das eigene Leben zu ändern - dabei sozial engagiert, nicht griesgrämig sparend, sondern freudig gestaltend, unkonventionell und kreativ.

    Und das nicht nur in Europa. Beim First World Summit of Community Arts Centers and Networks im bulgarischen Veliko Tarnovo teilten mehr als 80 Delegierte aus fast 50 Ländern von vier Kontinenten die Vision, dass Kunst, Kultur und Kreativität wichtige Faktoren für sozialen Wandel, soziale Integration und Partizipation sind. Ganz im Sinne der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen – wie im Interview mit Christine M. Merkel, Leiterin des Fachbereichs Kultur, Memory oft the World der Deutschen UNESCO-Kommission, deutlich wird.

    Das und noch mehr lesen Sie in der neuen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de